Sketchnotes

Was sind denn Sketchnotes?

Kennt ihr doodlen? Das was man so blind auf einen Zettel kritzelt während man z.B. telefoniert oder einem Vortrag lauscht? Das Doodeln steigert dabei die Konzentrationsfähigkeit. Das Gekritzel hat also einen Sinn. Um dem ganzen aber noch mehr Sinn zu verleihen, wurde das Sketchnoting entwickelt. Somit hat das Gekritzelte einen direkten Bezug zu den vorher gehörten Inhalten.

Sketchnotes sind also Textnotizen angereichert mit selbstgezeichneten Bildern als strukturierte Inhalte. Auch Farben, Boxen, Schatten, Linien und Effekte können dabei zum Einsatz kommen. Alles nach dem Motto: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“.

Voraussetzungen?

Keine, jeder kann sketchnoten. Zeichenkünste sind nicht erforderlich, denn doodeln kann ja schließlich auch jeder.

Ach doch! Eine Voraussetzung gibt es. Dass man sich die richtigen Stifte aussucht. D.h. Stifte die einem gut in der Hand liegen und mit denen man gerne schreibt und zeichnet.

Wie kann so ein Sketchnote aussehen?

Es geht dabei nicht darum, alles was man hört in Bild und Schrift niederzubringen, sondern nur die Punkte, die einem selber am wichtigsten sind. Dadurch lernt man auch sich zu fokussieren und nicht blind alles aufzuschreiben, was gesagt wird (wozu man beim reinen Protokollieren manchmal neigt).

Der Text ist besonders in Druckschrift auch für andere gut lesbar. Um unterschiedliche Textebenen darzustellen können die Buchstaben unterschiedlich nachgezogen werden, unterschiedliche Textarten (z. B. Schreibschrift) eingesetzt werden oder auch unterschiedliche Textgrößen gewählt werden (Überschriften entsprechende größer als Erklärungen). Auch über die Stiftstärke können Variationen entstehen.

Die Bilder in den Sketchnotes müssen keine Kunstwerke darstellen. Es sollen lediglich Skizzen zur Unterstützung des Textes sein. Dafür empfiehlt es sich sich einen visuellen Grundwortschatz anzueignen, der immer wieder verwendet und sukzessive ausgebaut werden kann.

Noch ein Tipp: Denke nicht zuviel über das was du schreibst oder zeichnest nach, tu es einfach! Denn es geht nich darum sich zu „Verkünsteln“.

Und ein weiterer Tipp: Üben, üben, üben. Denn durch Übung, kannst du dich immer weiter verbessern.

Vorteile von Sketchnotes

  • Themen können strukturiert, visuell dargestellt werden
  • Steigert das Erinnerungsvermögen
  • Fokussieren auf das was einem selber wichtig ist
  • Schöne Notizen, die zum Nachdenken anregen, neue Ideen werden geboren
  • Beim Zeichnen konzentriert man sich auf die gehörten Inhalte
  • Das „kindliche Malen“ in die Erwachsenenwelt retten

Sketchnotes werden auch in der Berufswelt z. B. von Designern als Ideen für neue Designs genutzt.

Hier noch ein einfaches Sketchnote von mir zum Thema Sketchnotes (ja ich weiß, ich muss auch noch üben!)

Sketchnotes über Sketchnotes

Ich habe dieses Sketchnote mit Filzstift auf Papier geschrieben und später eingescannt.

Natürlich können Sketchnotes statt auf Papier auch direkt auf Tablets digital erstellt werden. Dann entfällt auch das Einscannen. Wobei ich persönlich den Bleistift in der Hand schöner finde als mit dem Finger zu zeichnen oder mit einem Stift direkt auf dem Tablet. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Ideen mit Sketchnotes

  • unter dem Motto „wie kann ich bestimmte Begriffe visualisieren“ ein visuelles Wörterbuch erstellen (z.B. für die Klasse, Sketchnote Bild und zugehöriges Wort)
  • Geschichte erzählen, die die Kinder während dem Zuhören als Sketchnote darstellen sollen
  • Schüler in höheren Stufen können Sketchnotes als Unterrichtsdokumentation nutzen
  • Lehrer können für ihre Schüler Lernlandkarten in Form von Sketchnotes erstellen (komplexes Thema in Bild-Wort-Häppchen dargestellt)
  • Als Unterstützung für Referate (z. B. auf einem Plakat oder in einer Präsentation)

Weiterführende Informationen zum Thema Sketchnotes findet ihr hier unter Grundlagen (extern), how to (extern), Ausstattung (extern), Bilderanleitung (extern) und im Video Sketchnotes für Einsteiger (extern). Eine zusätzliche, englische Anleitung gibt es im smashing magazine (extern).

Und, Lust bekommen die Sketchnotes auch zu verwenden? Dann ran an die Stifte!

Quelle: Wissen inklusiv

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